Die Ausstattung der Hausapotheke
1. Verbandmaterial für die Erste Hilfe
Verbandmull, Mullbinden, Kompressen, Verbandpäckchen
Verbandmull kann man als Meterware kaufen, er sollte in der Umhüllung gut verschlossen aufbewahrt werden.
Es sollten mindestens je 2 Mullbinden in vier verschiedenen Breiten von 6, 8, 10 und 12 cm, einzeln in Cellophan verpackt, vorhanden sein, ferner einige sterile Kompressen von 10 x 10 cm, zur Versorgung blutender Wunden. Verbandpäckchen gibt es in drei verschiedenen Größen, sie sind für die sterile Versorgung von Wunden gedacht und enthalten eine Kompresse als Wundauflage in Verbindung mit einer Binde.
Material zur Fixierung von Gliedmaßen
Bei Unfällen können Verrenkungen, Brüche, Sehnenabrisse
etc. eintreten. Bis zur ärztlichen Versorgung muss dann für Ruhigstellung gesorgt
werden. Das geschieht mit Dreieckstüchern, Schienen, Holzspateln und Idealbinden.
Je eine Idealbinde von 8 und 10 cm Breite sollte vorhanden sein.
Wundpflaster
Für die saubere Versorgung offener und blutender Verletzungen durch Stich, Schnitt oder Riss müssen möglichst hautverträgliche Pflaster verwendet werden, die ausreichend breit und mit einer sterilen Mullauflage versehen sind. Zur wasserdichten Abdeckung kleinerer Wunden sind dünne Kunststofffolien geeignet, die eine zentrale Wundauflage enthalten und ringsum kleben. Sie sind im Allgemeinen nicht für Dauerverbände geeignet, da die Wundheilung unter völligem Luftabschluss nicht gut verläuft.
Wundpflaster, die zwar aus Kunststofffolien bestehen, aber als Meterware nach Bedarf abgeschnitten werden, sind lediglich Wasser abweisend, seitlich kann Wasser eintreten und die Mullauflage anfeuchten; mehrere Breiten von Wundpflaster (6, 8, 10 cm) sollten als Meterware, aber auch als geschnittene Streifen vorrätig sein.
Heftpflaster
Zur Fixierung von Verbänden wird lediglich Pflaster ohne Mullauflage benötigt. Es ist sinnvoll, dies auf Rollen in zwei Breiten vorrätig zu halten (1,25 und 2,5 cm).
Hilfsmittel
Bei stark blutenden Wunden ist es oft angebracht, durch kurzzeitiges Anlegen eines Arterienabbinders größere Blutverluste zu vermeiden. Eine Branddecke aus entsprechend imprägnierter Folie dient bei größeren Verbrennungen bis zur ärztlichen Versorgung des Verunglückten dazu, ihn vor Auskühlung zu bewahren.
Ein Dreieckstuch dient dazu, z. B. nach Stürzen etc., ausgerenkte oder gebrochene Gliedmaßen am Körper zu befestigen. Dazu wird in Erste- Hilfe-Kursen eine spezielle Bindetechnik empfohlen. Notfalls kann aber auch ein sauberes Handtuch stattdessen verwendet werden.
Auf jeden Fall gehört eine Schere, mit der Pflaster, Verbandmull und Kompressen zurecht geschnitten werden können, zur Ausrüstung.
Oft wird eine Splitterpinzette benötigt; Verbandklammern und Sicherheitsnadeln werden gebraucht, um Tücher und Binden ohne Auflegen von Verbandpflaster vorübergehend zu befestigen.
Das Anlegen von Verbänden sollte normalerweise nach der Wundreinigung erfolgen. Hierzu nimmt man etwas Watte und befeuchtet dies mit Wundbenzin oder Desinfektionslösung zur Reinigung des Wundumfeldes.
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PACs GmH, Verlagsservice, 79219 Staufen
Medizinischer Teil: Apotheker K.-H. Reinhard. Alle Rechte vorbehalten, © 2001 |
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