Umfang der Hausapotheke

Um Überladungen zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Hausapotheke unter nachstehenden Gesichtspunkten einzurichten und mit folgendem Inhalt auszustatten:

1. Mittel zur Ersten Hilfe, Krankenpflegeartikel
2. Traditionelle Hausmittel
3. Arzneimittel der allgemeinen Selbstmedikation
4. Arzneimittel des persönlichen Bedarfs

Wenn man von der traditionell üblichen Selbstversorgung im Notfall ausgeht, muss eine Hausapotheke demnach auf eine wirksame erste Hilfe in der Wundversorgung eingestellt sein, die häusliche Krankenpflege zuverlässig ermöglichen und bei den üblichen Missbefindlichkeiten problemlos Beschwerdelinderung zulassen.

Das gilt für den Einpersonenhaushalt junger Menschen oder Senioren genauso, wie für Familien mit Kindern. Lediglich der Umfang der Vorräte kann sich aus besonderen Gründen ändern, vor allem wenn mehrere lebhafte Kinder vorhanden sind.

Für die sachgerechte Aufbewahrung dieser Materialien ist am besten ein ausreichend großer Schrank geeignet, der besonders gekennzeichnet ist und optimal im Badezimmer platziert wird. Er soll für Erwachsene und größere Kinder leicht, für Kleinkinder unzugänglich und verschließbar sein.

Da es heute üblich ist, dass kein Mensch mehr ohne "seine Arzneimittel" sein kann, bietet es sich an, diese ebenfalls im Hausapothekenschrank aufzubewahren. Dabei handelt es sich jedoch jeweils um Mittel zum persönlichen Bedarf und nicht um allgemein übliche Mittel für die Hausapotheke, die auch von anderen Familienmitgliedern angewendet werden können! Hier sind besonders die zur individuellen Therapie von Diabetes und Allergien erforderlichen Arzneimittel, sowie Kinderarzneimittel oder Mittel für Sportler zu nennen.

Anleitungen für die Erste Hilfe sollten ebenso in der Hausapotheke vorhanden sein, wie wichtige persönliche lnformationen zu den aufbewahrten Arzneimitteln.

Eine Liste mit wichtigen Adressen und Telefon-Nummern auf der Innenseite der Schranktür – wie: "unser" Apotheker, Hausarzt, Pfarrer, Krankentransport, Rotes Kreuz, Feuerwehr, Polizei oder andere Personen, die in einem Notfall zu benachrichtigen sind – ist im Ernstfall sehr hilfreich.

 

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Medizinischer Teil: Apotheker K.-H. Reinhard. Alle Rechte vorbehalten, © 2001